Orthopäden

Begriffe aus der Orthopädie einfach erklärt

Das Glossar erklärt in einfachen Worten Begriffe, die Ihnen beim Orthopäden, auf einem Befund, nach einem Arbeitsunfall oder auf einer Rechnung begegnen. Jede Erklärung beginnt mit ein bis zwei Sätzen, die ohne Vorwissen verständlich sind.

9 Begriffe

Arthrose

Eine Arthrose ist eine Erkrankung des Gelenks, bei der die schützende Knorpelschicht dünner wird. Das Gelenk kann dann schmerzen, steif werden und anschwellen. Heilen lässt sich eine Arthrose nicht, doch Bewegung und andere Behandlungen können die Beschwerden lindern.

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Kniearthrose (Gonarthrose)

Eine Kniearthrose ist eine Erkrankung des Kniegelenks, bei der die schützende Knorpelschicht dünner wird. Das Knie schmerzt dann vor allem bei Belastung und wird steifer. An erster Stelle der Behandlung stehen Training und bei Übergewicht das Abnehmen, ein künstliches Kniegelenk erst bei weit fortgeschrittener Arthrose.

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Hüftarthrose (Coxarthrose)

Eine Hüftarthrose ist eine Erkrankung des Hüftgelenks, bei der die schützende Knorpelschicht dünner wird. Typisch sind Schmerzen in Hüfte und Leiste beim Gehen und Treppensteigen, die bis ins Knie ausstrahlen können. Später kann es schwerfallen, Strümpfe anzuziehen oder die Füße zu pflegen.

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Bewegungstherapie bei Kniearthrose

Bewegungstherapie ist ein angeleitetes Training, das auf Ihr Knie und Ihre Kraft abgestimmt ist. Bei Kniearthrose gehört sie zu den am stärksten empfohlenen Behandlungen. Regelmäßige Bewegung tut dem Gelenk gut, auch wenn sie anfangs Schmerzen machen kann.

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Hyaluronsäure-Spritze ins Gelenk

Bei einer Hyaluronsäure-Spritze spritzt die Ärztin Hyaluronsäure direkt in ein Gelenk, das von Arthrose betroffen ist. Hyaluronsäure ist ein Bestandteil der Gelenkflüssigkeit und soll Schmerzen und Steifheit lindern. Ob die Spritze bei Kniearthrose hilft, ist offen, weil sich die Studien widersprechen.

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Eigenblutbehandlung (PRP, plättchenreiches Plasma)

Bei einer Eigenblutbehandlung nimmt die Ärztin Ihnen Blut ab und gewinnt daraus das plättchenreiche Plasma, kurz PRP. Diesen Teil des Bluts mit vielen Blutplättchen spritzt sie dann in das erkrankte Gelenk. Bei Kniearthrose kommt PRP laut Leitlinie erst infrage, wenn andere Behandlungen nicht passen oder nicht wirken.

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Künstliches Kniegelenk (Knieendoprothese, Knie-TEP)

Ein künstliches Kniegelenk ersetzt ein stark geschädigtes Kniegelenk ganz oder teilweise. Fachleute nennen es Knieendoprothese, den vollständigen Ersatz auch Knie-TEP. Vor dieser planbaren Operation haben gesetzlich Versicherte Anspruch auf eine zweite ärztliche Meinung.

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Künstliches Hüftgelenk (Hüftgelenkersatz, Hüft-TEP)

Ein künstliches Hüftgelenk ersetzt ein stark geschädigtes Hüftgelenk, etwa nach einer schweren Arthrose. Bei der Hüft-TEP tauscht die Operation Hüftkopf und Gelenkpfanne vollständig aus. Vor diesem planbaren Eingriff haben gesetzlich Versicherte Anspruch auf eine zweite ärztliche Meinung.

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Zweitmeinung vor einer Operation (Zweitmeinungsverfahren)

Eine Zweitmeinung ist die Einschätzung einer zweiten, unabhängigen Fachärztin, ob eine empfohlene Operation nötig ist. Vor bestimmten planbaren Operationen haben gesetzlich Versicherte einen Anspruch darauf. Dazu gehören ein künstliches Knie- oder Hüftgelenk, Gelenkspiegelungen an der Schulter und viele Operationen an der Wirbelsäule.

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